Woran erkenne ich, ob ein Lehrgang gut oder schlecht ist? – Darauf sollten Sie achten!

Einige Tipps von uns dazu:

1. Achten Sie darauf, dass der Dozent praktische Erfahrungen als Ausbilder gesammelt hat, denn vieles, was in der Ausbildungspraxis wichtig ist, steht in keinem Lehrbuch!

2. Achten Sie darauf, dass der Dozent die theoretischen Ausbildungsmethoden auch praktisch beherrscht und mit Ihnen im Seminar trainiert. Die Tatsache, dass sehr viele Unterweisungen von Teilnehmern in den IHK Prüfungen planlos (!) nach der 4-Stufen-Methode durchgeführt werden, ist eine Katastrophe.

Grund: Die 4-Stufen-Methode ( 1.Stufe: Vorbereitung, 2.Stufe: Vormachen, 3.Stufe: Nachmachen, 4.Stufe: Üben) eignet sich hervorragend, um handwerkliche praktische Tätigkeiten zu erlernen (Beispiel: Bohren,Malen,Schweißen). Für “geistige/theoretische” Ausbildungsinhalte (Beispiele: Bestandteile eines Lieferscheins, Rechnung erstellen) ist die 4-Stufen-Methode total ungeeignet. Für kaufmännische Berufe eignen sich daher andere Methoden viel besser, zum Beispiel ein “Lehrgespräch” (siehe unser You-Tube Video dazu) oder eine “Leittextmethode”. Leider werden diese Methoden nur selten in Vorbereitungslehrgängen praxisnah vermittelt.   

Beispiel: Wer in einer Ausbilderprüfung “das Ausfüllen eines Banküberweisungsträgers mit Hilfe der 4-Stufen-Methode” wählt, hat das Seminar leider umsonst besucht. Erklärung: Zum richtigen Ausfüllen eines Banküberweisungsträgers benötigen Sie ein theoretisches Wissen, z.B. die Bedeutung einer Bankleitzahl, die Bedeutung der eigenen Unterschrift etc. Um diese theoretischen Ausbildungsinhalte zu vermitteln, ist die 4-Stufen-Methode ungeeignet, da Sie dem Auszubildenden durch einen langweiligen Monolog mit Sicherheit kein Wissen erfolgreich vermitteln werden. Die Gefahr, dass Sie als Ausbilder den Auszubildenden in ein Wachkoma quatschen, ist groß. Besser wäre daher ein Lehrgespräch, bei dem Sie durch sogenannte W-Fragen (Wer?,Wieso?,Warum?…) den Auszubildenden zum aktiven Mitdenken und Mitschreiben seiner Gedanken aktivieren. Sie werden erstaunt sein, wie sehr die richtige Ausbildungsmethode zum Lernerfolg bei einem Auszubildenden beiträgt. Des Weiteren fördern gute und abwechslungsreiche Ausbildungsmethoden die Motivation Ihres Auszubildenden.

3. Ein guter Ausbilder muss am Ende eines Seminars beurteilen können, welche Methoden für die einzelnen Ausbildungsinhalte geeignet sind und wie er sie in der Praxis anwendet. Weiß der Ausbilder das nicht, ist er für den Beruf des Ausbilders ungeeignet!

4. Verlassen Sie sich nicht auf Zertifizierungen! Diese prüfen nämlich nicht, ob ein Dozent kompetent ist oder nicht. Die Fähigkeiten des Dozenten, ob dieser tatsächlich die Ausbildungsmethoden praktisch beherrscht, anwenden und Teilnehmern vermitteln kann, sind leider NICHT Bestandteil einer Zertifizierung. Somit ist der Aussagewert einer Zertifizierung gleich NULL!

5. Fragen Sie nach den Durchfallquoten! Gute Dozenten oder Lehrer sollten aufgrund ihrer Fähigkeiten grundsätzlich immer in der Lage sein, JEDEN Seminarteilnehmer erfolgreich durch die Prüfung zu begleiten. Wir zum Beispiel erstatten Ihnen die Kursgebühr zu 100 %, falls Sie durch die Prüfung fallen sollten!

6. Fragen Sie nach Referenzen von ehemaligen Seminarteilnehmern. Hat der Anbieter keine Referenzen vorzuweisen, dann sollten Sie sehr misstrauisch sein!

7. Achten Sie auf kleine Seminargruppen bis maximal 15 Personen. Seminare, die mit 20 oder mehr Teilnehmern stattfinden, sollten Sie meiden, da der Dozent kaum Zeit finden wird, auf die Teilnehmer individuell einzugehen.

Ihre Vorteile und persönliche Anmerkungen:

• Ich lege großen Wert auf praxisorientierte Übungen wie zum Beispiel Rollenspiele, Fallbeispiele, Präsentationstechniken oder das Erstellen von Leittexten für den Ausbildungsalltag. Nach dem Lehrgang sollen Sie nicht nur theoretisches Wissen erworben haben, sondern auch in der Lage sein, die neu erworbenen Kenntnisse und Methoden auch praktisch anzuwenden.

• Bitte erwerben Sie keine Literatur vorab. Alles, was Sie benötigen, erhalten Sie bei Kursbeginn.

• Aufgrund meiner Tätigkeit als Prüfungsausschussmitglied der IHK Kassel und der IHK Hannover haben Sie als Teilnehmer/-in den Vorteil, viele wertvolle praxis- und prüfungsnahe Anregungen und Tipps zu erhalten. Somit haben Sie ideale Voraussetzungen, um besonders gute Prüfungsergebnisse zu erzielen.

• Meine Zufriedenheitsgarantie: Sie bestehen die theoretische und praktische Prüfung oder Sie erhalten Ihr Geld zurück – zu 100 %!

• Meine Erfolgsquote seit 2010: 99%

(Crash-)Kurse mit 50, 80 oder 120 Unterrichtsstunden = Gleicher Inhalt?

Viele blumige Worte werden oft in Seminarbeschreibungen verwendet: In nur X Tagen mit 50 Unterrichtsstunden zum Ausbilderschein. Klingt toll, aber kann ein solches Seminar tatsächlich dieselben Inhalte vermitteln wie eines mit 90 oder mehr Unterrichtsstunden?

Nein, natürlich nicht, denn irgendwo muss es ja Unterschiede geben, doch wo? Wenn wir uns einmal die neue “Ausbildereignungsverordnung” beziehungsweise den “Rahmenplan” anschauen, dann fällt auf, dass eine Zeit von 90 Unterrichtsstunden für die Vermittlung der Inhalte zu Grunde gelegt wird.

Das heißt, dass bei den Seminarinhalten und (praktischen) Übungen Kürzungen stattfinden, um den Zeitplan einzuhalten. Und genau hier müssen Sie sich als angehender Ausbilder fragen, ob das sinnvoll ist. Denn das, was gekürzt wird, sind nicht nur wichtige Inhalte, sondern vor allem auch praxisbezogene Übungen, die meines Erachtens besonders wichtig sind für Ihre spätere Tätigkeit als Ausbilder. Gerade im Präsenzseminar sollte ein lebendiger Erfahrungsaustausch stattfinden, in dem die theoretischen Inhalte praxisnah umgesetzt, geübt und reflektiert werden. Daher biete ich grundsätzlich nur Seminare mit 90 Unterrichtsstunden an.